TSV Sonnefeld benennt sein Gelände nach Max Schultz

Der TSV 1862 Sonnefeld hat seinem Initiator und Förderer Max Schultz ein besonderes Denkmal gesetzt: Es gibt dort nun eine „Max-Schultz-Sportanlage“.

sportanlage

 

Für den Turn- und Sportverein (TSV) 1862 Sonnefeld hat Max Schultz als Initiator und Gönner einiges bewegt.“ Das unterstrich Vorsitzender Dieter Reißenweber im Rahmen des Festaktes auf dem Sportgelände am Ortsrand in Richtung Bieberbach. Der Verein mit seinen 560 Mitgliedern in zahlreichen Abteilungen hat Schultz jetzt ein außergewöhnliches Denkmal gesetzt: „Max- Schultz- Sportanlage“ verkündet der von zwei TSV-Wappen gerahmte Schriftzug an der Stirnseite des Sportheims.

Namensgebung als Ehrung

In Anwesenheit von Schultz‘ Tochter Christine und Schwiegersohn Eduard Mühlherr wurde die während der Hauptversammlung zum Jahresanfang beschlossene und familiär unterstützte Ehrung vollzogen, die Verbundenheit eindrucksvoll dankbar zum Ausdruck gebracht.

Im Jahr 1925, gerade mal 18-jährig, gehörte Max schon als Stammspieler zur ersten Senioren-Fußballmannschaft der damaligen Vereinsgemeinschaft „Sportclub Sonnefeld“. Seine Liebe zum Fußballsport wurde ihm vom Vater Julius bereits in die Wiege gelegt. Von 1949 bis 1960 gestaltete er den sportlichen Aufschwung mit dem runden Leder als Spielleiter. Mit der Wahl des Unternehmers zum ersten Vorsitzenden kommt 1961 das Vorhaben Sportplatzbau ins Rollen. Zum 100. Vereinsjubiläum wurde auf Vorstandsinitiative nicht nur die Kehlheimer Damenkapelle nach Sonnefeld geholt, sondern auch der Aufstieg der Ersten in die zweite Amateurliga gefeiert.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) würdigte die Initiativen und Verdienste mit dem goldenen Verbandsehrenzeichen, als Max Schultz 1969 den TSV-Vorsitz an Ludwig Hauck weitergab. Für Schultz war das kein Grund, Förderung und Verbundenheit einzustellen. Nach Schultz‘ Tod 1976 setzte Ehefrau Ella die Unterstützung lückenlos fort.

Keilich ist dankbar

Inzwischen kümmern sich Christine (Tochter) und Edi Mühlherr ums Sponsoring. Den familiären Einsatz unterstrich Bürgermeister Michael Keilich (CSU) in seinen Dankesworten namens der Gemeinde Sonnefeld. Mit den Bezeichnungen „Sponsor und Unterstützer“ würdigte er den nicht selbstverständlichen Einsatz von Max Schultz, der heute noch Früchte trage. In der Namensgebung für die Sportanlage sah das Gemeindeoberhaupt die verdiente Würdigung für den tief mit seinem Verein verwurzelten Gönner.

Keilich überreichte dem Vorsitzenden eine Spende der Gemeinde zur Förderung der Jugendarbeit. Immerhin ist der TSV Heimat für rund 300 Mitglieder im Jugend- und Kindesalter.

Sportliche Begegnungen auf dem Spielfeld, Vorführungen der Turnerkinder unter Leitung von Jasmin Felske und ein geselliges Beisammensein vor allem älterer Mitglieder, die Weggefährten von Max Schultz waren, rundeten bei hochsommerlichen Temperaturen den Festakt zwischen Fußballplätzen und Sportheim ab.